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Die Massenmedien

In den vergangenen Jahren waren in Spanien, bedingt durch einen intensiven Modernisierungs- und Entwicklungsprozess, auf dem Gebiet der Massenmedien große Fortschritte zu verzeichnen. Der gewaltige Bereich der Kommunikation mit seiner augenblicklichen nationalen und internationalen Projektion hat sehr wenig mit den Strukturen des Sektors in den vergangenen Jahrzehnten gemein. Telekommunikationsunternehmen, Stromerzeuger und Großbanken erscheinen als neue Akteure auf der Bühne der Massenmedien von heute.

Unter den augenblicklich konsolidierten Multimediagruppen sind Telefónica Media, Correo-Prensa Española, Prisa, Zeta, Recoletos, Voz, Unidad Editorial und Planeta hervorzuheben. Auch die Funktionen dieser Medien erfuhren eine beträchtliche
Verwandlung: Die Medien beschränken sich nicht länger auf Information und Unterhaltung, sondern fördern vielmehr die soziale Kohäsion durch Funktionen wie die Dialogfähigkeit, deren Bedeutung stetig zunimmt. Die Dialogfähigkeit mit den Bürgern, von dem Netz intensiv lanciert, sowie der immer intensivere und umfassendere Konsum der Digitalpresse sind offensichtlich.

Im wirtschaftlichen Bereich begannen die Massenmedien ebenfalls, eine bedeutende Rolle zu spielen. Gruppen wie Prisa, Recoletos oder Sogecable notieren ebenso wie Telefónica an der Börse. Informationstechnologien und technologische Wertpapiere
erlangten eine eigene Dynamik.

Alle diese Umwandlungen fanden im Rahmen der Verfassung statt, die mit Artikel 20 das Recht auf Kommunikation und den freien Erhalt von Informationen durch gleich welches Übertragungsmedium festsetzt und jede Art von Zensur untersagt.

Nachrichtenagenturen

Nachrichtenagenturen
EFE ist die staatliche Nachrichtenagentur, die 1939 ins Leben gerufen wurde und weltweit die vierte, innerhalb Spaniens die erste Stelle unter den Nachrichtenagenturen einnimmt. Diese Agentur übermittelt jährlich eine Million von Nachrichten, 80.000 aktuelle Fotografien, 3.000 Berichte, 7.000 Jahreschroniken in Audioformat sowie 4.000 Nachrichten in Videoformat und bedient täglich 40 Nachrichtendienste in Spanisch, Katalanisch, Englisch und Arabisch.

Eine Million Dokumente aus den letzten Jahren sind hier "on line" ebenso verfügbar wie dreizehn Millionen von Negativen, die die graphische Abbildung des 20. Jahrhunderts erhalten. Zu dieser Agentur, die die Kommunikationssatelliten Intelsat, Eutelsat, Hispasat und Nauel verwendet, gehören verschiedene thematische Filialen (Mittelamerika: ACAN-EFE, Vereinigte Staaten: EFENEWS SERVICES, Lebensmittelsektor: EFE AGRO und
Wirtschafts- und Finanzsektor: EFEGESTIÓN).

Ein Netz von Korrespondenzunternehmen mit über 1000 fest beschäftigten Journalisten und 2000 Korrespondenten und Mitarbeitern erstreckt sich auf 159 Städte, auf mehr als 100 Länder. Seit Mai 2001 gehört EFE zu SEPI (Staatliche Gesellschaft für Industriebeteiligungen), um so ihre Umstrukturierung in Angriff zu nehmen und ihre höchste Effizienz zu potenzieren.

Abgesehen von dieser staatlichen Agentur gibt es in Spanien eine Reihe privater Nachrichtenagenturen, unter denen Europa Press, Colpisa, Servimedia, Fax Press und OTR Press zu nennen
sind. In den Autonomen Regionen sind ferner regionale Nachrichtenagenturen (Vasco Press, Galicia Press...) zu finden.

ATLAS (Agencia de Televisión Latinoamericana de Servicios), im Besitz der Fernsehstation Tele 5, eröffnete Delegationen in Andalusien, Madrid und Levante und unterzeichnete Abkommen mit anderen Kommunikationsgruppen, um sich auch in anderen Gegenden niederzulassen (Grupo Godó in Katalonien, Grupo Correo im Baskenland und Grupo Voz in Galicien).

Presse

Presse
Die Tagespresse stellt einen bedeutenden Sektor im Rahmen der Massenmedien dar, in dem die wesentlichen Handlungsträger des nationalen Wirtschaftslebens vertreten sind und tendiert auf die Konzentration hin. Wenige leitende Tageblätter sind außerhalb
der Unternehmensstrukturen der führenden Gruppen (Prisa, Recoletos, Correo, Zeta, Godó, Voz, Prensa Ibérica und Unidad Editorial) zu finden, die zusammen eine bedeutende Anzahl von Tageszeitungen ausmachen. Hierzu kommen noch kleine oder neue, vom Mutterhaus abhängige, regionale Zeitungen.

Im Jahr 1998 belief sich die Verbreitung allgemeiner Zeitungen auf 82,5 Exemplare pro 1000 Einwohner, obgleich diese Zahl in den verschiedenen Regionen Spaniens variiert. An erster Stelle liegen das Baskenland, Navarra, Balearen und Kantabrien, wobei die südlichen Regionen (Andalusien, Murcia und Extremadura) weit geringere Zahlen aufweisen und Kastilien-La Mancha den letzten Platz belegt.

Gemäß den Daten der Medienkontrollbehörde für das Jahr 2001 nahm die Verbreitung der fünf bedeutendsten Tageszeitungen (El País, El Mundo, ABC, La Vanguardia und El Periódico) im Jahr 2000 zum zweiten Mal leicht ab und belief sich auf einen Durchschnitt von 1,42 Millionen Exemplaren, was den härteren Konkurrenzkampf der großen Zeitungen auf dem Markt bestätigt, auch wenn weiterhin eine gewisse Stabilität beobachtet werden kann, vor allem im Hinblick auf Madrider Tageszeitungen. Mit durchschnittlich 400.000 Exemplaren konsolidiert El País seine Führungsposition. ABC und El Mundo - die einzige Zeitung, die in den vergangenen beiden Jahren ins Leben gerufen wurde- vertreiben annähernd 300.000 Exemplare. El Periódico de Cataluña
und La Vanguardia verlegen etwa 200.000 Nummern.

Trotz der leichten Abnahme des Jahres 2000 war die Gesamtentwicklung in den 90er Jahren positiv: Nur sieben Zeitungen mit geringeren Auflagen erlitten in diesem Jahrzehnt wesentliche Einbußen, während sich die Mehrzahl der großen Zeitungen
positiv entwickelten. Die Werbeeinnahmen stiegen in dieser Zeit um 54%.

1998 stellten die Zeitungen allgemeiner Information 78% des gesamten Systems im Vergleich zur Fachpresse dar, auf deren Bereich die Sportzeitungen im Vergleich mit der Wirtschaftspresse eine wesentliche Stelle einnehmen (19,3% im Vergleich zu 2,4%).

In der Sparte der Sportzeitungen steht Marca, trotz einer leichten Einbuße in der letzten Zeit, weiterhin an erster Stelle. Ihre Verbreitung belief sich im Jahr 1998 auf über 417.000 Exemplare, was 50% der Marktquote bedeutet. Die Zeitung As der Gruppe Prisa erlangte 1998 mit 140.000 Exemplaren erneut einen zweiten Platz.
Weitere Sportzeitungen sind Sport und El Mundo Deportivo.

Die Wirtschaftspresse erreichte 1998 eine Quote von 100.000 Exemplaren täglich. Expansión konsolidierte ihre Führungsstellung mit einem Durchschnitt von annähernd 60.000 Exemplaren täglich, wobei Cinco Días den zweiten Platz belegte. Die letzten Daten der Allgemeinen Medienforschung zeigen zu Beginn des Jahres 2001 bei dem Konsum von Zeitschriften im Gegensatz zu den vorhergehenden Jahren eine Tendenz der Erholung, was jedoch mehr auf Wochenzeitschriften als auf monatliche Veröffentlichungen zurückzuführen ist.

Nach den Daten für das Jahr 1998 weist das thematische Profil der bedeutendsten Zeitschriften die Führungsrolle von Regenbogenpresse und Frauenzeitschriften auf (Pronto, Hola, Lecturas, Diez Minutos, Semana, Qué me dices!), wobei wissenschaftliche
Veröffentlichungen an zweiter Stelle liegen und National Geographic auf diesem Gebiet die meistverkaufte Zeitschrift ist.

Die bedeutendsten Veränderungen waren jedoch im Netz zu verzeichnen, in dem die Presse die meisten Veröffentlichungen, kontrollierten Konsum und Entwicklung erreichte.
Beinahe alle Verlage führten hier ihre elektronischen Auflagen mit ständig aktualisierten Nachrichten, Diskussionsforen und interaktiven Ansichten, thematischen Spezialportalen (Wirtschaft, Gesundheit, Reisen oder Sport), Datenbanken, Nachrichtensuchmaschinen,
neuen Designs etc. ein. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit des Zugriffs durch neue elektronische Träger, Mobiltelefone mit WAP Technologie, persönliche elektronische Notizbücher, Fernsehen und Konsolen für Videospiele. El País und El Mundo wetteifern jeden Monat um den ersten Platz in den Rankings der Einschaltquote des Internet, während sich ABC und La Vanguardia den dritten und vierten Platz streitig machen. Auch Marca hat eine beachtliche Zahl von Zugriffen zu verzeichnen.

Radio

Radio
Das Radio ist in Spanien ein sehr einflussreiches Medium mit einem beträchtlichen Niveau von Zuhörerschaft, dessen Streuungsvolumen gleich hinter dem Fernsehen liegt.

In dem spanischen Rundfunksystem waren stets öffentliche und private Radiostationen vertreten. Radio Nacional de España - die öffentliche Radiostation des Staates - ist in das Unternehmen Radio Televisión Española (RTVE) integriert, hat Deckung in ganz Spanien und sendet keine Werbung. Im Rahmen der öffentlichen Radiostationen sind ferner örtliche Stationen und Sender der Autonomen Regionen zu finden.

Unter den privaten Sendern mit Deckung in ganz Spanien sind Cadena Ser, Onda Cero und COPE zu nennen. Auch Telefónica beteiligte sich durch den Erwerb von 100 Sendern von Onda Cero, 28 Sendern der Grupo Voz und zahlreichen FM-Sendern rasch an dem Rundfunkpanorama. Obgleich das Radio allgemein noch immer eine große Anzahl von Hörern verzeichnen kann (etwas über zehn Millionen Personen), sinkt diese Zahl seit dem Jahr 1995 stetig ab. Dagegen erhöht sich die Zahl der Hörer von FM (modulated frequency) und liegt heute bei etwa neun Millionen Hörern.

Cadena Ser liegt im Rahmen des allgemeinen Rundfunks an erster Stelle, Onda Cero nimmt den zweiten Platz ein, gefolgt von Radio Nacional de España.

Die größte Zuhörerschaft ist vormittags zu verzeichnen. Um diese Zeit überwiegen die Magazines, geleitet von namhaften Kommunikationsexperten, in denen aktuelle Informationen und Gesprächsrunden eine Führungsstelle einnehmen.

Der Sektor, der in letzter Zeit das größte Wachstum verzeichnen konnte, sind die FM-Sender - private kommerzielle Sender -, die heute mehr als 1000 Sender umfassen, was 2,7 Sender auf tausend Einwohner im Vergleich zu den 1,9 Sendern des Jahres
1998 bedeutet.

Die üblichen Radiohörer, etwas über die Hälfte der Spanier über 14 Jahren, widmen dem Radio täglich etwa 96 Minuten. Diese Zahl erreicht bei 53,5% dieser Bevölkerung, den gewohnheitsmäßigen Hörern, täglich etwa drei Stunden.

Das konventionelle Radio findet die größte Zahl seiner Zuhörerschaft unter der Bevölkerung von mehr als 45 Jahren, während überwiegend junge Leute im Alter von unter 25 Jahren thematische Sender hören.

Das Digitalradio befindet sich augenblicklich noch in einer Entwicklungsphase. Diese Technologie bietet neben anderen Vorteilen eine höhere Qualität, die Möglichkeit graphischer Informationen sowie zusätzliche Texte. Während der Jahre 2000 und
2001 wurden mehr als 12 Lizenzen für die Inbetriebnahme dieser Technologie erteilt.

Seit Mitte des Jahres 2001 erhalten 50% der spanischen Bevölkerung 12 Rundfunkkanäle über dieses System (DAB) und man ist bemüht, diese Zahl in den nächsten fünf Jahren auf 90% zu erhöhen. Retevisión ist ein Operator, der den Plattformen des Digitalradios in den kommenden Jahren zu einer nationalen Deckung verhelfen wird. Heute existieren drei Senderplattformen. Die erste schließt Radio 1 und Radio 5 (von RNE), Intereconomía,
Cope digital, Marca digital und El Mundo Radio ein. Die zweite setzt sich aus Ser digital, Onda Cero Radio, Quiero Radio, Punto Radio, Abc Radio und Radio España zusammen. Die dritte Plattform ist ausschließlich für Radio Nacional de España vorgesehen.

Fernsehen

Fernsehen
Ebenso wie in anderen Ländern der Umgebung erlebt das Fernsehen auch in Spanien eine Phase grundlegender Veränderungen. Der überwiegend öffentliche, offene und allgemeine Charakter der Vergangenheit ist in zunehmendem Maße auf eine intensive Nutzung durch die großen Privatunternehmen des Sektors und themenorientierte Lösungen hin ausgerichtet, die der Gebühr der Nutzer und somit deren Forderungen unterliegen, die sich von denen der Zeiten, in denen das Fernsehen kostenlos
war, wesentlich unterscheiden.

In Spanien sind Modelle öffentlicher und privater Fernsehanbieter, analoge Systeme (die in nächster Zeit verschwinden werden), Digitalfernsehen (Satelliten- und Bodennetzfernsehen, Kabelfernsehen, offen oder kodifiziert, sowohl allgemeiner als
auch spezifischer Natur zu finden.

Es gibt Sonderinvestitionen, bestimmt für die Schaffung von Bodennetzen und Luftnetzen im Digitalverkehr, deren Beträge den Wert der Einrichtungen für konventionelles Fernsehens weit übertreffen. Dennoch deckt das alte Fernsehen noch 95% des Konsums.

99,7% der Haushalte Spaniens besitzen einen Fernseher und 46,7% mehr als einen. Die Zahl der Haushalte mit Decoder liegt gemäß der Allgemeinen Medienstudie bei 16,6%, die der Parabolanschlüsse bei 12,6% und die Zahl der Zuschauer bei 90,7%
der Bevölkerung bei einem durchschnittlichen Fernsehkonsum von täglich drei Stunden.

Die beiden staatlichen Sender, TVE 1 und 2, sind dem öffentlichen Unternehmen RTVE angeschlossen, das seinerseits augenblicklich zu SEPI gehört.

TVE liegt üblicherweise, was die Zuschauerschaft anbelangt, an erster Stelle und belegt vor allem hinsichtlich seiner Nachrichtensendungen eine Führungsposition. Die Einschaltquote von TVE 1 lag im Jahr 2001 bei etwa 24,3% im Gegensatz zu den
22,3% von Tele 5 und den 19,8% von Antena 3. Die autonomen Fernsehsehanbieter, die ebenfalls öffentlich sind und von den Autonomen Regionen verwaltet werden, stellen ungefähr 16,5% der Zuschauerschaft des vergangenen Jahres dar.

Diese Fernsehstationen entstanden im Jahr 1983 mit dem Gesetz des Dritten Kanals und sind im Baskenland (ETB 1 und ETB 2), in Katalonien (TV3 und Canal 33), in Andalusien (Canal Sur und Canal 2), in Galicien (TVG), in Madrid (Telemadrid), in
Valencia (Canal 9 und PuntoDos) und auf den Kanarischen Inseln (TVA) vertreten.

Die privaten Sender sind seit dem Jahr 1989 im Rahmen des Gesetzes über Private Fernsehstationen im spanischen audiovisuellen Panorama vertreten. Antena 3 und Tele 5 senden offen, Canal + kodifiziert.

Die Bedeutung der örtlichen Fernsehstationen, die im Jahr 2000 700 über ganz Spanien verteilte Sender umfassten, nimmt stetig zu. Die großen Kommunikationsgruppen zeigten in letzter Zeit Interesse an dem Erwerb dieser Fernsehsender. So entschied
sich Grupo Correo für BilboTelevisión, Euskatel erwarb Canal Bilbao Bizkaia, Prensa Española kaufte Onda Seis und Grupo Zeta Antena Local S.L. Prisa schuf im Januar 2000 Localia, die bemüht ist, sich an dem Aktionärskreis zahlreicher örtlicher Fernsehsender zu beteiligen.

Der lokale Bereich ist sehr unregelmäßig, da sporadisch sendende Fernsehstationen mit Anbietern koexistieren, die täglich 24 Stunden ausstrahlen. Die über Funkwellen sendenden Stationen - beinahe alle - wetteifern mit Kabel- oder Satellitenfernsehen,
städtische Sender mit privaten gemeinnützigen Stationen und privaten kommerziellen Sendern.

Dem Digitalfernsehen gehört die Zukunft und beinahe schon die Gegenwart. Es ermöglicht Dialogverkehr und erleichtert die so genannte Konvergenz, das heißt, die Integration von Fernsehen, Telefon und Netz und gestattet somit die Einführung der Gesellschaft in den Bereich der Information.

Augenblicklich existieren folgende Digitalplattformen: Canal Satélite Digital, der 1997 seine ersten interaktiven Dienstleistungen aufnahm, Vía Digital (beide senden über Satelliten), Quiero TV (sendet über das Bodennetz), Veo TV und Net TV. Die beiden letzteren wurden erst kürzlich ins Leben gerufen und senden über Bodennetz. Insgesamt sind in Spanien 395 Digitalkanäle in Betrieb, von denen 33 vollkommen interaktiv sind. Diese Kanäle sind in den Plattformen Canal Satélite Digital, Vía Digital und Quiero TV zusammengefasst, an die insgesamt etwa zwei Millionen Haushalte angeschlossen sind.

Zu diesem Fernsehangebot kam in letzter Zeit ein spezifischeres Angebot hinzu, das den Dialogverkehr vereinfacht: Das Kabelfernsehen. Auf diesem Sektor, der sich bisher auf knapp 10% erstreckt, findet in Anbetracht der bedeutenden Investitionen, die zur Erlangung der entsprechenden Rentabilität erforderlich sind, ein unvermeidlicher Prozess der Neuordnung und Konzentration statt. Die elf bereits bestehenden Kabeloperator
teilen sich zwischen Unternehmen und Einwohnern einen Markt von 600.000 Abnehmern auf.

Telefónica ist gesetzlich in allen Bereichen als erster Kabeloperator vertreten. Nach Ablauf des 1999 auferlegten Moratoriums von zwei Jahren ist sie berechtigt, Telekommunikationsdienstleistungen anzubieten.

Internet

Die bedeutendste Entwicklung der vergangenen Jahre hatte das Internet zu verzeichnen, dessen Wachstum unter allen Medien an erster Stelle lag und sogar die Zuschauerschaft des Kinos übertraf.

Die Marktdurchdringung ist nicht in ganz Spanien gleich. Madrid, Katalonien und das Baskenland sind die drei Autonomen Regionen, die den Großteil der Informationsgesellschaft aufweisen. Madrid übertrifft den Landesdurchschnitt um 81%, während Katalonien etwa 34%, das Baskenland 18% über diesem Durchschnitt liegt. An letzter Stelle liegen Kastilien-La Mancha und Extremadura.

Gemäß einer zu Beginn des Jahres 2001 durchgeführten Studie für die Messung der Einschaltquoten sind die spanischen Internetsurfer am längsten an das Netz angeschlossen, obgleich ihre Zahl noch weit von denen der nordeuropäischen Länder entfernt ist.

Weitere Informationen unter www.la-moncloa.es ( España hoy, Spanien heute)

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